Methoden
Die Traditionelle Chinesische Medizin betrachtet Gesundheit als das harmonische Zusammenspiel von Körper, Geist und Energiefluss (Qi). Ihre Methoden zielen darauf ab, das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen, Blockaden zu lösen und die Selbstheilungskräfte zu stärken.
Akupunktur
Die Intention der Akupunktur ist es, Yin und Yang ins Gleichgewicht zu bringen und dem Qi, der Lebensenergie, den freien Fluss zu ermöglichen. Sie nimmt Einfluss auf ein energetisches Netzwerk, das den gesamten Körper durchzieht, alles miteinander verbindet und in Form von Meridianen und Akupunkturpunkten für uns zugänglich ist.
Ich arbeite mit verschiedenen Akupunkturstilen, vor allem der Chinesischen und der Japanischen Akupunktur, die auf denselben klassischen Schriften gründen, sich aber aufgrund historischer und kultureller Strömungen unterschiedlich entwickelt haben. Die Japanische Akupunktur ergänzt die Chinesische Medizin darin, dass sie feinere Materialien und Techniken bevorzugt und in die Behandlungen selbst Strukturen der diagnostischen Überprüfungen integriert hat.
In der klassischen Akupunktur werden sehr feine, sterile Nadeln an ausgewählten Akupunkturpunkten gesetzt. Die Behandlung ist in der Regel gut verträglich und wird individuell an die jeweilige Situation angepasst.
Ergänzend kommen auch sanfte, nadelfreie Akupunkturformen zum Einsatz – Shōnishin und Qi Gong Tuina, die besonders für empfindliche Menschen und Kinder geeignet sind.
Qi Gong Tuina
Qi Gong Tuina ist eine manuelle Therapie der Chinesischen Medizin, bei der die Behandlung den körpereigenen inneren Rhythmen und Bewegungen folgt.
Es ist eine sehr sanfte und gleichzeitig tief wirksame Methode, die die inneren Bewegungen des Menschen einlädt sich zu harmonisieren und ihn darin unterstützt dies auf allen Ebenen zu integrieren.
Xiao Er (Kinder-Tuina) ist eine speziell für Kinder entwickelte Form der Tuina.
Ernährung/Diätetik
Die Ernährungslehre ist einer der Grundpfeiler der Chinesischen Medizin und wird von mir ergänzend zur Akupunktur angewandt. Bei der Ernährung geht es nicht nur darum, was wir essen – wesentlich ist auch, wie die Nahrung zubereitet wird, wie die Lebensmittel miteinander kombiniert werden, ob das Essen roh oder gekocht ist, warm oder kalt auf den Körper wirkt, und um welche Uhrzeiten wir unser Essen zu uns nehmen.
Der Bereich Ernährung umfasst viele Aspekte, die unseren Gesundheitszustand beeinflussen. Entsprechend Beschwerdebild und Konstitution meiner Patient:innen gebe ich Ernährungsempfehlungen, die Heilung unterstützen und die Gesundheit fördern.
Moxibustion
Die Moxibustion hat sich parallel zur Akupunktur als Heilverfahren in China entwickelt. Diese beiden Methoden ergänzen sich optimal und werden häufig miteinander kombiniert. Dabei werden Akupunkturpunkte, Meridiane, oder größere Körperbereiche mittels Wärme stimuliert. Dazu wird Moxa, die Wolle des Beifuß-Krautes, genutzt. Natürlich lässt sich besonders Kälte im Körper gut durch die Anwendung von Moxa behandeln. Moxa wird aber auch genutzt, um Pathogene zu vertreiben oder das Qi zu stärken. Im Falle einer Beckenendlage unterstützt die Moxibustion den Embryo sogar dabei, eine bessere Geburtsposition einzunehmen.
Schröpfen
Das Schröpfen ist eine bewährte Methode der Chinesischen Medizin zur Linderung von Schmerzen sowie zur Unterstützung von Ausleitung und Entgiftung. Darüber hinaus kann Schröpfen den Energiefluss im Körper harmonisieren und das Immunsystem stärken. Durch spezielle Schröpfgläser wird ein Unterdruck auf der Haut erzeugt, der die Durchblutung anregt, den Stoffwechsel im Gewebe aktiviert und muskuläre Verspannungen löst. Von mir wird es gerne zur Abwehrstärkung bei Immunschwäche und bei Allergien angewandt.
Krankheit entsteht nicht plötzlich.
Sie entwickelt sich, wenn Disharmonie über längere Zeit bestehen bleibt.
Wer früh erkennt und ausgleicht, verhindert tiefes Leiden.
Zhang Zhongjing (ca. 150–219),
Begründer der chinesischen Inneren Medizin